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Weiße zu halten ſcheint. Die ſo abgeſungenen Strophen ſind oft alte überlieferte Romanzen, die Manren betref⸗ fend, oder irgend eine Heiligen⸗Legende, oder ein Liebes⸗ liedchen; oder, was noch häufiger der Fall iſt, eine Bal⸗ lade auf einen kecken Schleichhändler, oder einen kühnen Bandolero, denn der Schmuggler und der Räuber ſind poetiſche Helden bei dem gemeinen Volke Spaniens. Oft iſt der Geſang des Maulthiertreibers ein Erzeugniß des Augenblicks und bezieht ſich auf eine örtliche Scene oder auf irgend einen Reiſevorfall. Dieſes Talent des Ge⸗ ſanges und der Improviſation iſt ſehr häufig in Spanien und ſoll ihnen von den Mauren vererbt worden ſeyn. Es hat etwas wild Ergötzliches, dieſen Liedern in den ran⸗ hen und einſamen Gegenden, von denen ſie Kunde geben, zu lauſchen, wenn ſie von dem Geklingel der Glocke des Maulthiers begleitet werden.
Es iſt auch von einer ſehr maleriſchen Wirkung, in einem Gebirgspaß auf einen Zug von Maulthiertreibern zu ſtoßen. Zuerſt hört man die Glocken der vordern Maulthiere, die mit ihrem einfachen Tone die Stille der luftigen Höhe unterbrechen; oder vielleicht die Stimme des Maulthiertreibers, der ein träges oder vom Weg abgekommenes Thier ermahnt, oder mit der ganzen Kraft ſeiner Lunge eine alte Ballade ſingt. Endlich ſieht man die Maulthiere ſich langſam den engen Felſenpaß entlang winden, zuweilen ſteile Klippen niederſteigend, ſo daß ſie ſich ſcharf gegen den Himmel abzeichnen, zuweilen aus den tiefen öden Klüften unten ſich empor arbeitend. Wäh⸗ rend ſie ſich nähern, unterſcheidet man ihren bunten Schmuck von wollenen Büſchen, Troddeln und Sattel⸗


