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in einigen der Küſtenprovinzen Ausnahmen gefunden werden, zum größern Theil ein ernſtes, melancholiſches Land, mit rauhen Gebirgen, lang hinziehenden Ebenen, baumlos, unbeſchreiblich ſtumm und einſam, dem wilden und abgeſchloſſenen Charakter Afrika's ſich nähernd. Was dieſes Schweigen und dieſe Einſamkeit vermehrt, iſt der Mangel an Singvögeln, eine natürliche Folge des Ab⸗ gangs an Laubwerk und Hecken. Wohl ſieht man den Geier und den Adler über den Bergen kreiſen und über die Ebenen ſchweben, und Gruppen von ſcheuen Trappen auf den Heiden umherſchreiten; allein die Myriaden klei⸗ nerer Vögel, welche den ganzen Charakter anderer Ge⸗ genden beleben, trifft man nur in wenigen Provinzen Spaniens und hier vorzüglich in den Obſtſtücken und Gärten, welche die Wohnungen der Menſchen umgeben. In den innern Provinzen durchſchneidet der Rei⸗ ſende zuweilen große Strecken, die ſo weit das Auge reichen kann, mit Frucht beſäet ſind, jetzt in grünen Wellen wogend, jetzt nackt und ſonnenverbrannt; aber vergebens ſucht er rund umher die Hand, welche den Boden gebaut hat. Endlich bemerkt er irgend ein Dorf an einer ſteilen Höhe oder an einem rauhen Fels, mit zerfallenden Zinnen und den Trümmern eines Wart⸗ thurms, in alten Zeiten ein feſter Platz gegen Bürger⸗ krieg oder Manriſchen Einfall; denn die Gewohnheit, ſich zu wechſelſeitigem Schutz zu verſammeln, wird zu⸗ folge der Räuberei umſtreifender Freibeuter, in den mei⸗ ſten Theilen Spaniens noch unter den Landleuten bei⸗ behalten. Obgleich es aber einem großen Theile von Spanien


