Die Reiſe.
Im Frühling 1829 machte der Verfaſſer dieſes Werkes, den die Neugierde nach Spanien geführt hatte, in Ge⸗ ſellſchaft eines Freundes, einem Mitgliede der ruſſiſchen Geſandtſchaft zu Madrid, eine Reiſe von Sevilla nach Granada. Der Zufall hatte uns aus verſchiedenen Re⸗ gionen des Erdballs zuſammengeführt und eine Gleich⸗ artigkeit des Geſchmacks veranlaßte uns gemeinſchaftlich in Andalnſtens romantiſchen Bergen umher zu wandern. Wenn ihm dieſe Blätter zu Geſicht kommen, wohin auch die Pflichten ſeines Berufes ihn geſchleudert haben, ob er an dem Gepränge der Höfe Theil nehme, oder über den ech⸗ teren Glanz der Natur nachſinne, mögen ſie die Scenen un⸗ ſerer abentheuerlichen Genoſſenſchaft und mit ihnen die Erinnerung an Jemand zurückrufen, bei dem weder Zeit noch Entfernung das Andenken an ſein einnehmendes Weſen und ſeinen Werth verlöſchen werden.
Und hier ſey es mir, ehe wir die Reiſe beginnen, vergönnt, vorlänufig einiges über ſpaniſche Landſchaften und ſpaniſches Reiſen zu bemerken. Mancher mag ſich wohl in ſeinem Geiſte Spanien als ein mildes, ſüdliches Land denken, mit all den üppigen Reizen des wollüſtigen Italiens ausgeſchmückt., Im Gegentheil iſt es, obgleich


