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und eilte in mein Schlafzimmer zurück, worin ich zuvor ein gutes Feuer anzumachen befohlen hatte, und in we⸗ nigen Minuten fühlte ich eine angenehme Wärme meinen ganzen Körper überziehen. So froſtig und unangenehm dieſe Abſpühlungen waren, ſo ſetzte ich ſie doch, als ich ſie wohlthätig fand, fünf und zwanzig Tage fort, nach Ablauf welcher mir mein Arzt zu ſagen beliebte, daß es länger nicht nöthig ſey, und daß ich meine Pflicht wie ein weißer Mannn gethan habe. Ich ſpürte nie wieder einen rheumatiſchen Schmerz. Einer unſerer alten Canadier, derlange Jahre an einem ehroniſchen Rheumatis⸗ mus gelitten hatte, fragte den Indianer, ob er ihn nicht auch auf dieſelbe Weiſe heilen könne. Der Letztere erwiederte, daß dies unmöglich wäre, er aber ein anderes Verfahren mit ihm verſuchen wolle. Er baute demnach das Ske⸗ let einer Hütte, in Geſtalt eines Bienenenkorbes, von vier und einen halben Fuß Höhe und drei Fuß Breite das er mit Hirſchfellen bedeckte. Er erhitzte ſodann ei⸗ nige Steine an einem nahen Feuer, und nachdem er den Patienten in der Hütte in einen nackten Zuſtand verſetzt hatte, wurden die heißen Steine hinein gewor, fen, und Waſſer auf ſie gegoſſen. Der Eingang wurde ſodann ſchnell verſchloſſen, der Mann einige Zeit darin gelaſſen, bis er bat, ihn zu erlöſen, indem die Hitze faſt zum Erſticken ſey. Als er aus der Hütte trat, befand er ſich in dem Zuſtande einer reichlichen Ausdünſtung Der Indianer befahl, ihn ſogleich in Decken einzuwickeln


