Teil eines Werkes 
3. Theil (1837)
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ſo willigte er ein, den Verſuch zu machen, wenn das erbliche Oberhaupt des Stammes nichts dagegen einzu⸗ wenden habe. Als er uns verließ, bediente er ſich der folgenden Worte:Meine weißen Freunde, Ihr kennt die wilde Natur der Schwarzfüße noch nicht, ſie hoffen unſern Stamm zu vertilgen; ſie ſind um vieles zahl⸗ reicher als wir, und ohne unſere Tapferkeit würden ſie ihre Abſicht längſt erreicht haben. Wir wollen jetzt, Euern Wünſchen gemäß, die Gefangenen zurückſchicken, allein merkt, was ich Euch ſage, ſie werden über die Verwendung Eurer Verwandten, jenſeits der Gebirge, lachen, und darum keinen Mann, Weibnoder Kind ver⸗ ſchonen, deren ſie ſich von unſerer Nation bemächtigen können. Eure Bemühungen, Blut zu ſparen, zeigen, daß Ihr ein gutes Volk ſeyd. Wenn ſie unſerm Bei⸗ ſpiele folgen, ſo werden ſie keinen Gefangenen mehr tödten; ich ſage Euch aber, daß ſie über Euch lachen und Euch Narren ſchelten werden.

Es freute uns ſehr, unſere Abſicht ſo weit erreicht zu haben, während er, ſeinem Worte getreu, die Aelte⸗ ſten und Krieger verſammelte, denen er den Gegenſtand unſerer Unterredung vortrug, und ihnen nach einer lan⸗ gen Rede rieth, den Verſuch zu machen, der ihren weißen Freunden gefallen und ihre Bereitwilligkeit zeigen würde, unnöthige Grauſamkeiten zu verhüten. Ein ſo uner⸗ warteter Vorſchlag veranlaßte eine lebhafte Debatte, die einige Zeit fortgeführt wurde. Er wurde aher, da er