hatte. Ein furchtbarer Zufall warnte ſie vor der Ge⸗ Gefahr, ſich weiter zu begeben, ehe die glatte Eisdecke geſchmolzen ſey. Eine wilde, junge Stute verirrte ſich, in ihrem raſtloſen Treiben, bis an den Rand des Abhangs. Anglücklicher Weiſe glitt ſie aus, verlor ihr Gleichge⸗ wicht, ſtürzte über Hals und Kopf die ſchlüpferige Ge⸗ birgsſeite, über zwei Tauſend Fuß hoch, hinab und fiel zerſchmettert in der Tiefe nieder.
Es war ſehr ſpät am Abend, daß die Partie bis zu dem äußerſten Rande des Schnees gelangte. Hier legten ſie große Klötzer unter ſich, um ſie vor dem Hin⸗ abrutſchen zu ſichern, und lagerten über Nacht. Am nächſten Tage gelang es ihnen, ihr ſämmtliches Gepäck nach dem Lager zu bringen. Sie packten dann Alles ordentlich zuſammen, und beluden damit ihre Pferde; worauf ſie dann abermals ſchnell und fröhlich aufbrachen, und im Laufe des folgenden Tages in einer Gegend anlangten, wo ſie Gras fanden.
Die Wegführer der Nez⸗percés erklärten, daß hier alle Schwierigkeiten ein Ende hätten, daß ihr Weg jetzt eben und ohne Hinderniſſe ſey, und ſie fernerhin keiner Wegweiſer bedürften. Sie baten daher um Erlaubniß, nach Hauſe zurückkehren zu dürfen, was ihnen, nebſt vie⸗ len Dankesbezeigungen und Geſchenken für ihre treuen Dienſte, gerne gewährt ward. Sie nahmen von ihren weißen Freunden, rauchend, einen langen Abſchied, wo⸗ rauf ſie ihre Pferde beſtiegen und nach einem wieder⸗


