Teil eines Werkes 
3. Theil (1837)
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Der Capitän Bonneville, der ruhig ſeine Pfeife fort ſchmauchte, hörte den Indianern ernſt und in der Stille zu. Als ſie geendigt hatten, erwiederte er ihnen, in ihrer eigenen Weiſe ſich auszudrücken.

Meine Freunde, ſagte er,ich habe den Paß ge⸗ ſehen und Eure Worte angehört; Ihr habt wenig Herz. Wenn Beſchwerlichkeiten und Gefahren auf Eurem Wege liegen, ſo kehrt ihr um. Das iſt nicht der Fall bei meiner Nation. Wenn ſich ihnen große Hinderniſſe entgegenſtellen und ſie aufzuhalten drohen, dann ſchwillt ihnen das Herz, und ſie treten ihnen entgegen. Sie ſu⸗ chen die Schwierigkeiten zu überwinden; doch genug für jetzt. Die Nacht rückt heran, darum laßt uns nach dem Lager zurückkehren. Er ging voran, und ſie folg⸗ ten ihm ſchweigend. Als er das Lager erreichte, fand er ſeine Leute auſſerordentlich entmuthigt. Einer von ihnen hatte die Gegend überſehen, und ſie alles Ernſtes verſichert, daß der Schnee wenigſtens hundert Fuß hoch läge. Der Capitän munterte ſie auf, und goß ihnen durch ſein Beiſpiel neuen Muth ein; er war jedoch noch immer ſehr verlegen, wie er weiter kommen ſolle. Ge⸗ gen die Dämmerung trat ein dünner, rieſelnder Re⸗ gen ein.

Es ſiel ihm jetzt ein Mittel bei. Dieſes war, zwei leichte Schlitten zu bauen und ſie auf die andere Seite des Berges zu ziehen, auf dieſe Weiſe einen Weg in dem naſſen Schnee zu bahnen, der, wenn er ſpäterhin