hohen Maſſen aufgeſchichtet liegen, daß die Pferde bis über die Köpfe einſanken.
Capitän Bonneville nahm jetzt zwei indianiſche Wegweiſer und machte ſich auf, um die Gegend zu re⸗ cognosciren. Da er eine hohe Bergkuppe wahr nahm, die weit über die andern hinausragte, ſo erſtieg er ſie, und entdeckte von dem Gipfel einen faſt neun Meilen langen Engpaß, der aber ſo voller Schnee lag, daß es un⸗ möglich ſchien, in demſelben fortzukommen. Er ſeeckte ſich jetzt eine Pfeife an, und ſetzte ſich mit den beiden Wegwei⸗ ſern nieder, um mit ihnen eine Berathung nach indiani⸗ ſcher Weiſe zu halten. In ernſtem Nachdenken über ihren Gegenſtand, ſaßen ſie lange ſchweigend und rau⸗ chend da.
Endlich begannen die Verhandlungen, und ſeine Meinung, womit die beiden Wegweiſer übereinſtimmten, war die, daß die Pferde unmöglich durch den Schnee fortkommen könnten. Sie hielten es demnach für rath⸗ ſamer, daß die Partie ihren Weg zu Fuß fortſetze, und ſie die Pferde mit nach dem Dorfe zurücknähmen, wo ſie wohl verſorgt werden ſollten, bis der Capitän ſie abholen ließe. Sie beſtanden mit allem Ernſte auf dieſem Vorſchlage und erklärten, daß ihr Häuptling ſich auſſerordentlich erei⸗ fern und ſie ſtreng behandeln würde, wenn eins der Pferde ſeiner guten Freunde, auf dem Wege unter ihrer Begleitung, umkäme. Es wäre demnach gut, wenn ſie es nicht verſuchten.


