Teil eines Werkes 
3. Theil (1837)
Einzelbild herunterladen

257

zu viele Vortheile, um ſo leicht verleiten zu laſſen, die Waffen gegen uns zu ergreifen, beſonders wenn ſie zu der völligen Ueberzeugung gebracht werden, daß ihre neue Heimath ihnen dauernd und ungeſtört verbleibe; und Politik und Menſchlichkeit fordern in gleichem Grade, daß wir ihre Lage auf jede mögliche Weiſe zu verbeſſern ſuchen.

Ein ganz anderer Fall aber iſt es mit den Oſagen, den Konzas, den Pawnees und andern unſteten Horden jenſeits der Grenzen der Anſiedelungen. Wild und ruhe⸗ los in ihren Sitten, ſind ſie für eine Beaufſichtigung oder Sittigung bei weitem nicht ſo empfänglich; durch ſtarke und für ſie unwiderſtehliche, in ihrer Lage und ihren Bedürfniſſen gegründete Urſachen werden ſie täglich zu Gewaltthätigkeiten und Betrug getrieben. Ihr ſteter unterhalt zum Beiſpiel, hängt von den Büffeljagd⸗Gebie⸗ ten ab, die in großer Entfernung von ihren Dörfern lie⸗ gen. Zweimal des Jahrs müſſen ſie lange und gefährliche Reiſen unternehmen, um für ſich und ihre Familien die nöthigen Lebensmittel herbeizuſchaffen. Zu dieſem Zwecke ſind Pferde ganz unentbehrlich, ſowohl zu ihrer Sicherheit und Bequemlichkeit, wie zum Transport ihrer Nahrungs⸗ mittel und ihrer kleinen Habe; ohne ſie würden ſie einen großen Theil des Jahres in Armuth und kläglichem Elende leben müſſen. Sie haben keine Zuchtſtuten, auch nichts, wodurch ſie ſich ihren jährlichen Bedarf an Pferden ver⸗

63. 65. 17