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Dunkel ſich ein großes, düſtres, unbekanntes Etwas regen. Das iſt das Volk; das Volk, das eine Zukunft aber keine Gegenwart hat; verwaist, arm, unwiſſend, aber ſtark; tief unten ſtehend, aber nach dem Höchſten ſtrebend; auf dem Rücken die Schwielen der Sklaverei, im Herzen die Vorahnungen des Genie's tragend. Das Volk, der Knecht der großen Herren, und in ſeinem Elend und ſeiner Erniedrigung die einzige Geſtalt anbetend, welche mitten in dieſem geſelligen umſturze, umſtrahlt vom Himmelsglanze der Macht, der Liebe und des Glückes, vor ihm ſteht. Das Volk— wird Ruy Blas ſein. Mitten unter dieſen drei Menſchen, die, ſo betrachtet, ſich vor dem Leſer in drei Tendenzen umgeſtalten und durch dieſe die ganze ſpaniſche Monarchie des endenden ſiebenzehnten Jahrhunderts darſtellen, inmitten dieſer drei Männer ſteht ein reines, leuchtendes Weſen, ein Weib, eine Königin. Unglücklich als Weib, denn ihr Gatte iſt ſo gut als keiner; unglücklich als Königin, denn ihr fehlt ein König, neigt ſie ſich aus fürſtlichem Mitleid oder vielleicht aus weiblichem Naturdrang zu Jenen, die unter ihr ſtehen und blickt herab, während Ruy Blas, das Volk, empor ſieht. 5 Vor dem Auge des Verfaſſers bilden, ohne Rück⸗ ſicht auf die Nebenfiguren, dieſe vier Perſonen die Haupt⸗ gruppe, welche Spanien vor hundert vierzig Jahren von⸗


