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Ruy Blas : Drama in fünf Handlungen / von Victor Hugo. Dt. von C. Dräxler-Manfred
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Ueberlegung nimmt der Edelmann ſein Leben leicht, ver⸗ zehnfacht die Livree, kauft Pferde, unterhält Mätreſſen, ordnet Feſte an, hält Orgien, wettet, würfelt, verſchenkt, verkauft, verſchreibt, verſchuldet und verzehrt ſich, kömmt in die Hände der Wucherer und wirft ſo den Feuerbrand in ſein eigenes Habe. Eines Morgens paſſirt ihm ein unglück. Der Staat geht haſtig dem Ruin zu: aber Er hat ſich noch vor dem politiſchen Ausgang ruinirt. Alles iſt verloren, Alles vergeudet. Von all dem Glanz und Feuer blieb nicht einmal ein wenig Rauch, nichts als Aſche. Verlaſſen und vergeſſen von Allen, nur nicht von ſeinen Gläubigern, wird der gute Edelmann, wie ſichs nun eben ſchickt, ein wenig Abenteurer, Schläger oder Bettler. Er verſinkt und verſchwindet in der großen Menge, die er ſonſt nur tief unter ſich ſah; jetzt taucht und rettet er ſich in ſie. Er hat kein Gold mehr als das der Sonne, welches alle haben, die nichts haben. Von der Höhe iſt er in die Tiefe hinabgeſtiegen, und findet ſich darein; ſchimpft über ſeine Verwandte, die noch reich und mächtig ſind, und wird Philoſoph, der zwiſchen Hof⸗ leuten und Dieben keinen unterſchied ſieht. Übrigens iſt er noch ſo ziemlich gut, immer beherzt und freiſinnig, zuweilen einſichtvoll: ein Gemenge von Poet, Bettler und Prinz; lacht über Alles; läßt heute die Schaarwache von ſeiner Kameraden prügeln, wie ſonſt wohl durch