XII. Das Geſtändniß des Burgherrn.
Pource aimez-moy, cependant qu' estes belle. Ronsdrd. Darum liebt mich, ſo lange Ihr ſchön ſeid.
Höre mich, o Magdalene!
Sieh, der Winter mied die Eb'ne, Die er geſtern noch durchdrang. Komm zum Wald, wo mein Gefolge Sich zurückzieht, weitgeführet
Durch des Hornes irren Klang.
Sagen kann man, Magdalene!
Daß der Frühling, deſſen Odem Ihre Gluth den Roſen giebt,
Sein Gewand, ſo voll von Blumen, Auf die Flur heut' Nacht verſtreuet, Daß er ſei von dir geliebt.
Wäre ich, o Magdalene!
Doch das Lamm, deß weiße Wolle Wird gepflegt von deiner Hand!
Wär' ich der beſchwingte Vogel,
Den du lockeſt in den Lüften,
Wenn er deinem Blick entſchwand!...


