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Nichts, eh' im Morgenroth die Schatten nicht verſchwammen, Vermochte je zu löſchen die wilden Höllenflammen;
Ob auch ein Ungewitter ausbrach mit großer Wuth, Das Lachen ſcholl noch lauter als nur der Donner rollte, Die Flamme ſchlug empor vom Staub, als ob ſie wollte Sich einen mit der Blitze Gluth.
Endlich in einer Nacht erhob das Bild von Steine Des alten Heil'gen ſich in ſeinem Wunderſcheine,
Drei Schritte that er zu derſelben Zeit;
Das grauſe Höllenwunder verſtand er zu beſchwören, Sprach mit den ſtarren Lippen: Gott möge mich erhören! Und öffnet die granit'nen Arme weit.
Alsbald erloſch nun Alles, Flammen, Gelächter, Blitzen; Die beiden Schützen ſah man am andern Morgen ſitzen Todt auf dem Bild von Stein.— So war es, ja gewiß.— Begraben wurden ſie; der Gutsherr unterdeſſen Vermachte der Kirche des Orts für Seelenmeſſen
Gar fromm drei Deniers Pariſis.
Wenn irgend eine Lehre ſich birgt in der Geſchichte, Was macht's!— Ich will daß man ſie glaube und nicht richte; Sie glaube?— O was ſagt' ich!— Die Zeit iſt längſt dahin. Nur halb noch will man jetzt dem Glaubeu hin ſich geben, Und Keiner, da wir nur nach eitehm Wiſſen ſtreben, Verſteht andächtig hinzuknie'n.—


