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Orientalen und Balladen / Victor Hugo. Dt. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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tauſend Kerzen; wunderbares Gebäude, imponirend durch ſeine Maſſe, merkwürdig in ſeinen Einzelnheiten, ſchön eine halbe Meile und ſchön zwei Schritte weit; und endlich, am andern Ende der Stadt, verſteckt in den Sykomoren und Palmbäumen, die orientaliſche Moſchee, mit den Kuppeln von Kupfer und Zinn, mit gemalten Thüren, gefirnißten Wänden, mit dem Licht von oben, den ſchmächtigen Arkaden, den Kaſſeletten die Tag und Nacht rauchen, den Verſen aus dem Koran über jeder Thür, mit ihren blendenden Allerheiligſten

und der Moſaik ihres Bodens und ihrer Mauern; der

Sonne geöffnet wie eine breite duftreiche Blume. Geywiß, der Verfaſſer dieſes Buches wird niemals ein Enſemble von Leiſtungen verwirklichen, auf welche man den Vergleich den er glaubte wagen zu dürfen, an⸗ wenden kann. Indeſſen, ohne zu hoffen, daß man in dem, was er baute, ſchon eine ungeſtalte Skizze der Monumente, die er ſo eben andeutete, finden werde, ſei es nur die gothiſche Kathedrale, oder das Theater, oder gar der ſcheußliche Galgen, wenn man ihn fragte, was er hier hat machen wollen, ſo würde er antworten, die Moſchee.

Er verbirgt es ſich nicht, im Vorbeigehn geſagt, daß viele Kritiker ihn für verwegen und unſinnig halten werden, für Frankreich eine Literatur zu wünſchen, die man mit einer mittelalterlichen Stadt vergleichen könne. Das iſt eine der thörichteſten Einbildungen, auf die man