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Städten Spaniens, wo man Alles findet: einen friſchen Spaziergang unter Orangenbäumen am Fluſſe entlang; weite der Sonne geöffnete Plätze für die Feſte, enge,
krumme, mitunter dunkle Straßen, in welchen ſich tauſend
Häuſer von allen Geſtalten und jedem Alter, hohe, niedre, ſchwarze, weiße, gemalte, in Stein gehauene Häuſer, mit einander verbinden. Labyrinthe von Gebäu⸗ den, die Seite an Seite aufgerichtet ſind, durch einander Palläſte, Spitäler, Klöſter, Kaſernen, Alle verſchieden, Alle ihre Beſtimmung in ihrem Bau geſchrieben tragend; Markplätze voll Volk und Lärm, Kirchhöfe wo die Leben⸗ den ſchweigen, wie die Todten; hier das Theater mit ſeinem Rauſchgold, ſeinen Fanfaren und ſeinem Flitter⸗ ſtaat; dort unten der alte, bleibende Galgen, deſſen Stein verwittert, deſſen Eiſen verroſtet iſt, mit einem im Winde knarrenden Gerippe— in der Mitte die große
gothiſche Kathedrale mit ihren ſägenförmig geſtalteten
Spitzen, ihrem breiten Glockenthurm, ihren fünf mit Basreliefs beſetzten Portalen, ihrem durchbrochenen Fries, der einem Spitzenkragen gleich, ihren ſoliden Gewölb⸗ pfeilern, die dem Auge ſo zerbrechlich erſcheinen; und dann, ihre tiefen Höhlen, ihr Wald von Pfeilern mit bizarren Capitälen, ihre glühenden Kapellen, ihre Myriaden von Heiligen und Reliquienkaſten, ihre Säulchen in Garben, ihre Einſetzroſen, ihre Bogengräten, ihre Lamet⸗ ten, die ſich in den Abſiden berühren und gleichſam einen Käfig von Kirchenfenſtern bilden, ihr Hochaltar mit


