— 276—
So aber will es unſer heißes Blut!
Nicht deine Ruh' erreichen unſre Flüge; Sieh', unſrer Kindheit blutbeſpritzte Wiege Schwamm auf der Revolutionen Fluth.
Was unſre Stirne feurig auch erſtrebte— Jetzt iſt ſie bleich und ohne Keime ſchier. In uns den faulen Leichnam tragen wir Des Glaubens, der in unſern Väatern lebte!
Sieh' da, warum ich ſinnend wandeln muß, Warum ich lauſche mit verſchloßnem Munde, und einſam ſchweife um die düſtre Stunde, Wo fremd dem Wandrer klingt des Wandrers Gruß!
O, laſſe Niemand ſich die Liebe rauben! Beglückt die Seele, die noch lieben kann! Ihr ſtrahlt die Lampe, bis der Tag bricht an— Heil ihr, denn Lieben iſt ſchon halbes Glauben!


