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Herbstblätter. Dämmerungsgesänge / Victor Hugo. Dt. von H. Fournier ...
Entstehung
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Warum ich oft, zu faſſen ſeinen Sinn, Den Wind belauſche, wie er brauſet und flötet; Warum ich manchmal, eh' der Oſt ſich rothet, Eh' noch die Vögel ſingen, wach ſchon bin;

und dann, warum ich ſinnend manche Strecke, Als wär's ein Pallaſt, durch des Nebels Grau'n Im Thale ſchweife, wechſelnd zu beſchau'n

Den Blumenteppich und die Sternendecke?

Dann ſag' ich dir, daß mich ein Dämon beugt, Vor dem ich zitternd in die Wälder flüchte; Ein Mittelding von Schatten und von Lichte; Der Zweifel, ach! der Alles halb uns zeigt!

Dann ſag' ich dir, daß in mir dem Bedurfniß, Zu glauben, frech ſich die Verneinung eint!

Hohn lacht mein Geiſt, indeß mein Herze weint

Sie leben, ach! in ewigem Zerwürfniß!

Du ſiehſt mich auch ganz leiſe reden oft;

Dem Bettler gleich' ich, murmelnd arge Worte, Der träumeriſch vor feſt verſchloßner Pforte umſonſt auf Einen, der ſie öffnet, hofft.

Der Zweifel! Siehe, wie mit Glutgefunkel Allüberall, in blut'ger Flammenſchrift, 4 Das düſtre Wort mein düſtres Auge trifft,

Den Blcken ſichtbar, doch den Seelen dunkel! 18*