Dann legten Alle, knirſchend mit den Zähnen,
Die Waffen ab, von einem Heer umringt.
Sie traten an; das Volk mit Freudenthränen
Rief jubelnd:„Heil, daß ihr dem Tod entgingt!“ Dieſelben Au'n durchzogen die Beſiegten,
Die ſchon ſeit Jahren ihre Väter pflügten;—
Ein alter Tempel harrete bereits Auf die Gefangnen;— doch wo Weihrauch, Kerzen? Vergebens, ach! zu lindern ihre Schmerzen,
Spähn ihre Augen nach dem heihgen Kreuz.
Sie beteten, und ſeufzeten, und fielen
Auf's Knie, die Träger mancher Narb';
Nur Einer weinte nicht von dieſen Vielen:
Das war, der für ſie Alle ſtarb.
Es war Sombreuil; ſchon naht die Todesſtunde; Er grüßt mit inbrunſtvollem Munde
Den Tod, den er ſich früh erwirbt.
Wohl iſt es ſchön für einen Chriſten,
Wenn, wie der Heiland, er auf Blutgerüſten, Ein Einziger, für ſeine Brüder ſtirbt.
Er ſprach:„Hört auf, zu weinen und zu klagen, Denn Cuer Heil erſparet manchen Schmerz! Wie manche Wunde würde nicht geſchlagen, Durchführe bald die Kugel euer Herz!


