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Oden und vermischte Gedichte / Victor Hugo. Dt. von Ferdinand Freiligrath
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Und unſrer Zeiten Duldſamkeit zumal:—

O, ſeid zufrieden! leſet die Geſchichten

Der neuen Zeit! laßt unſre Thaten richten!— Singt Frevel, denn ihr habt die Wahl!

Mir gab die ernſte Muſe, die verſchleiert

Auf Gräbern ſitzt, die eh'rne Lyra nicht!

Doch Henker niederdonnern, die man feiert, Und Todte rächen möchte mein Gedicht.

Gern hielt' ich, wenn auch nur auf Augenblicke, Den irregeh'nden Genius zurücke

In ſeinem freveln, wilden Lauf:—

So hielt der Mann vom Volke der Hellenen, Ein Einziger, mit Händen und mit Zähnen Ein ſturmgetrieben Fahrzeug auf!

2.

Ein wehrlos Heer der Uebermacht erliegen

Sah Quiberon's einſames Buchtgeſtad.

Zwei Führer winkten, die Geſchütze ſchwiegen; Nicht mehr in Waffen blitzend, that

Die Front' ſich auf.— Zu retten ſeiner Soldaten Leben bot der Führer Einer. Sein Haupt dem Andern dar als blut'ges Pfand. Im Angeſicht der Fahnen, vor den Ohren

Der Krieger ward der Bund beſchworen;

Die Beiden gaben ſich darauf die Hand.