Folg' ich; nicht weiß ich, was mein Leben, Noch iſt es rein, bedrohen kann;
Den Sternen folg' ich, die mir ſcheinen; Der Sturm zerreißt des Segels Leinen: Doch rettet es den Steuermann.
„Die Menſchen wandeln, wie auf Dächern Nachtwandler; du nicht retteſt ſie.
Was irrſt du ſchwächlich mit den Schwächern, Und ſchauſt den Himmel ewig nie?
Kannſt du, ſeitdem du Menſch geweſen,
Die Kette deiner Tage löſen, Wenn du nicht auch ein fremd Geſchick Zerſtörſt?— Schon' dein eintägig Leben! Sollt's keine Mutter für dich geben? Sprich, ward dir nicht der Liebe Glück?“
Wohl! aber meinen ird'ſchen Trieben Wird einſt der Himmel aufgethan.
Groß macht die Seele reines Lieben;
Zu ſterben weiß, wer lieben kann.
Treu den Gerechten, die man richtet, Preiſ't, wer in ſolchen Zeiten dichtet, Die Helden, gern den Helden gleich. Nach ihrem Märt'rerthum zu ringen, Hat für die Opfer er ſein Singen— Ein Haupt auch für des Henkers Streich.


