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Vielleicht wird der Verfaſſer dieſer Auswahl Alles, was hier nur angedeutet iſt, an einem andern Orte weitläufig entwickeln. Erlaubt ſei es ihm noch, ehe er ſchließt, zu bemerken, daß der Geiſt der Nachahmung, den Andere als das Heil der Schulen rühmen, ihm ſtets die Geißel der Kunſt geſchienen hat, und daß er nicht weniger die Nachahmung verdammen würde, welche ſich an die Schriftſteller hält, die man romant iſch nennt, als die, mit der man die ſogenannten Klaſſiker ver⸗ folgt. Wer einen romantiſchen Dichter nachahmt, wird nothwendiger Weiſe klaſſiſch, weil er nachahmt.* Ihr mögt nun das Echo Racine's oder der Reflex Shakeſpeare's ſein, immer ſeid ihr nur ein Echo und ein Refler. Wenn ihr es auch ſo weit bringt, einen Mann von Genie genau zu copiren, ſo wird euch dennoch immer ſeine Originalität, d. h. ſein Genie, abgehen. Bewundern wollen wir die großen Meiſter, nicht ſie nachahmen. Machen wir es anders, als ſie: glückt es, deſto beſſer! mißlingt es, was liegt daran?
Es gibt Gewäſſer, die, wenn ihr eine Blume, eine Frucht, einen Vogel hineinwerft, ſie euch nach einiger Zeit, nur mit einer dicken Steinkruſte bekleidet, zuruck⸗ geben, unter der man allerdings ihre urſprüngliche Form noch erräth; aber der Duft, der Geſchmach, das Leben ſind verſchwunden. Die pedantiſchen Lehren, die ſchola⸗
Man nimmt dieſe Ausdrücke hier in der halb begriffee⸗ nen, obwohl keineswegs feſtgeſetzten Bedeutung, die man ihnen gewöhnlich gibt.


