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iſt ein jungfräuliches und fruchtbares Land, deſſen Erzeug⸗ niſſe frei, und ſo zu ſagen auf's Gerathewohl wachſen wollen, ohne ſich zu claſſificiren, ohne ſich in Rabatten zu ſtellen, wie die Bouquets in einem claſſiſchen Garten Le Nötre's, oder wie die Blumen der Sprache in einer rhetoriſchen Abhandlung.
Man muß indeß nicht glauben, daß dieſe Freiheit die Unordnung zur Folge haben müſſe; ganz im Gegen⸗ theil. Entwickeln wir unſere Idee! Vergleicht einen Augenblick den königlichen Garten von Verſailles, wohl nivellirt, wohl beſchnitten, wohl geſäubert, wohl zuge⸗ ſtutzt; voll von kleinen Cascaden, kleinen Baſſins, kleinen Bosquets; voll von ehernen Tritonen, die ceremoniös in Meeren ſcherzen, welche man mit ſchweren Koſten aus der Seine pumpte; voll von marmornen Faunen, welche den Dryaden den Hof machen, die man allegoriſch in eine Menge koniſcher Taxus⸗, eylindriſcher Lorbeer⸗, ſphäriſcher Orangen⸗, elliptiſcher Myrthen⸗ und anderer Bäume einſchloß, deren natürliche, wahrſcheinlich zu triviale, Geſtalt graciös durch die Scheere des Gärtners verbeſſert wurde;— vergleicht dieſen ſo geprieſenen Gar⸗ ten einem Urwalde der neuen Welt mit ſeinen Rieſen⸗ bäumen, ſeinen hohen Gräſern, ſeiner üppigen Vegetation, ſeinen tauſend tauſendfarbigen Vögein, ſeinen gewaltigen Laubhallen, wo Licht und Schatten nur auf grünem Grunde ſpielen, ſeinen wilden Harmonien, ſeinen großen, Blumeninſeln mit ſich führenden Flüſſen, ſeinen unge⸗ heuern, Regenbogen tragenden Katarakten!— Wir fragen


