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Oden und vermischte Gedichte / Victor Hugo. Dt. von Ferdinand Freiligrath
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ſeine Väter und ſeine Zeitgenoſſen einen Theil ſeines Genius und ſeiner Seele einſammeln, und damit die künftigen Geſchlechter anderer Völker nicht von ihm ſagen

mögen:„Der ſang in einem barbariſchen Lande.“ In qua scribebat, barbara terra fuit!

Vorrede.

1826.

Der Verfaſſer glaubte die Gattungen ſeiner Compo⸗ ſitionen durch eine ſcharf gezogene Eintheilung von ein⸗ ander trennen zu müſſen. Unter der Benennung Oden faßt er jede rein religiöſe Inſpiration, jede rein antike Studie, jedes In⸗Worte⸗Bringen eines gleichzeitigen Er⸗ eigniſſes oder eines perſönlichen Eindrucks zuſammen. Die Stücke, welche er Balladen betitelt, haben einen entgegengeſetzten Charakter; es ſind Skizzen eines lau⸗ nenvollen Genre's, Gemälde, Träume, Scenen, Erzäh⸗ lungen, abergläubiſche Legenden, volksthümliche Tradi⸗ tionen. Als er ſie dichtete, machte er einen Verſuch, eine Idee von Dem zu geben, was die Gedichte der erſten Troubadoure des Mittelalters ſein konnten, dieſer chriſt⸗ lichen Rhapſoden, die Nichts auf der Welt beſaßen, als ihren Degen und ihre Laute,— die von Schloß zu Schloß pilgerten, und der Gaſtfreundſchaft mit Liedern vergalten.

Wenn es nicht zu geziert klänge, ſo würde der Ver⸗ faſſer, um ſeine Idee vollſtändig auszudrücken, hinzufügen,