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Oden und vermischte Gedichte / Victor Hugo. Dt. von Ferdinand Freiligrath
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tiſch ausſchließlich der, mit dem neunzehnten Jahrhun⸗ dert wachſenden und ſich entfaltenden Literatur aneignen. Ehe man unterſucht, in wiefern dieſe Literatur Eigen⸗ thum unſeres Jahrhundertes iſt, wirft man die Frage auf, wodurch ſie eine ausnahmsweiſe Bezeichnung verdient oder veranlaßt haben kann. Es iſt anerkannt, daß jede Literatur ſich mehr oder weniger nach dem Himmel, den Sitten und der Geſchichte des Volkes ausprägt, deren Ausdruck ſie iſt. Es gibt alſo eben ſo viele verſchiedene Literaturen, als es ſociale Vereine gibt. David, Homer, Virgil, Taſſo, Milton und Corneille, dieſe Männer, deren Jeder eine Poeſie und eine Nation repräſentirt, haben Nichts gemein mit einander, als das Genie. Jeder von ihnen hat in ſeinem Lande und in ſeiner Zeit die öffentliche Idee ausgeſprochen und befruchtet. Jeder von ihnen hat für ſeine ſociale Sphäre eine Welt von Ideen und Empfindungen geſchaffen, welche der Bewegung und Ausdehnung dieſer Sphäre angepaßt war. Warum alſo mit einem vagen Collektivnamen Schöpfungen zuſammen⸗ faſſen, die, wiewohl alle von Einer Seele, der Wahrheit, beſeelt, ſich dennoch in ihren Formen, in ihren Elemen⸗ ten und in ihren Naturen unähnlich und oft entgegen⸗ geſetzt ſind? Wozu ferner der bizarre Widerſpruch, einer andern Literatur(wieder ein mangelhafter Aus⸗ druck für eine noch nicht geſchloſſene Epoche!) die Ehre oder den Schimpf einer gleich vagen, aber ausſchließ⸗ lichen Benennung zuzugeſtehen, die ſie von den ihr vor⸗