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Oden und vermischte Gedichte / Victor Hugo. Dt. von Ferdinand Freiligrath
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angegangenen Literaturen trennt? grade, als ob ſie nur in der andern Schale der Wage gewogen werden könnte! als ob ſie nur auf der Rückſeite des Buches eingeſchrie⸗ ben werden ſollte? Warum nennt ihr ſie romantiſch? Weil ihr eine in die Augen fallende und innige Bezie⸗ hung zu der Romaniſchen Sprache in ihr entdeckt habt? Dann erklärt euch! laßt uns den Werth dieſes Allegats unterſuchen! zeigt zuerſt, daß es gegrün⸗ det es bleibt euch dann noch zu beweiſen übrig, daß es nicht unbedeutend iſt..

Man hütet ſich indeß heute wohl, ſich von dieſer Seite in eine Unterſuchung einzulaſſen, die nur den ridiculus mus zur Welt bringen könnte; man will dem Wort romantiſch eine gewiſſe phantaſtiſche und nicht zu erklärende Unbeſtimmtheit laſſen, die den Schrecken, welchen es einflöſ't, verdoppelt. Ohnehin laſſen ſich alle, gegen berühmte Schriftſteller und Poeten unſerer Zeit geſchleuderte, Bannflüche auf folgende Argumentation zurückführen:Wir verdammen die Literatur des neunzehnten Jahrhunderts, weil ſie romant iſch iſt.. Und warum iſt ſie romantiſch? Weil ſie die Literatur des neunzehnten Jahrhunderts iſt! Man wagt hier zu behaupten, daß, nach reiflicher Prüfung, die Evidenz dieſes Raiſonnements nicht ſchlechterdings undeſtreitbar ſcheint.

Laſſen wir endlich dieſe Wortfrage ruhen, welche nur den oberflächlichen Geiſtern genügen kann, deren