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Düſtres und Glänzendes, Ungeheueres und Wunderbares
darbieten. Der Verfaſſer dieſer Auswahl dachte über
dieſes Hinderniß nach, und glaubt entdeckt zu haben,
daß dieſe Kälte nicht in dem Weſen der Ode, ſondern
einzig in der Form, welche die lyriſchen Dichter ihr bis⸗
her gegeben haben, ihren Urſprung hat. Es ſchien ihm,
daß die Urſache dieſer Monotonie in dem Mißbrauch der Apoſtrophen, der Exklamationen, der Proſopopöen und andrer heftigen Figuren zu ſuchen wäre, die man in der Ode verſchwendete; die, zu häufig angewandt, die Gluth in der Bruſt des Leſers tödten, ſtatt ſie, was doch ihr Zweck iſt, zu beleben; die betäuben, ſtatt zu bewegen. Er dachte alſo, daß, wenn man den Gang der Ode mehr in die Ideen, als in die Worte legte; daß, wenn man außerdem ihr Gebäude auf irgend eine, dem Gegenſtand anzupaſſende Fundamentalidee gründete, deren Entwick⸗ lung ſich in allen ihren Theilen auf die Entwicklung des Ereigniſſes ſtützte, welches ſie, den verbrauchten und falſchen Farben der heidniſchen Mythologie die neuen und wahren der chriſtlichen Theogonie ſubſtituirend, erzäh⸗ len würde— er dachte, daß man, wenn alles dieß geſchähe, auf die Ode etwas von dem Intereſſe des Dramas übertragen, und ſie außerdem jene herbe, trö⸗ ſtende und religiöſe Sprache reden laſſen könnte, welche einer alt gewordenen, aus den Saturnalien des Atheis⸗ mus und der Anarchie wankend hervorgehenden Geſell⸗ ſchaft Noth thut.


