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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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Gedanken über längſt geſcheh'ne Dinge, Die ich nicht äußerte es würde ſein, Als ſpionirt' ich, zweifelte, und lite.- Unglücklich würdeſt du. D'rum laß mich ſterben. Der Rath(zu Marion.) Der Cardinal kommt hier ſogleich vorbei, Es iſt noch Zeit, um Gnad' ihn anzuflehn. Marion. Der Cardinal! Ja wohl der Cardinal Wird kommen. Ihr ſollt ſehn. Er wird mich hören. Mein Didier, gib Acht, was ich ihm ſage. Wie kannſt du glauben es iſt wirklich thöricht, Daß dieſer gute Cardinal, ein Greis, ein Chriſt, Dir nicht verzeihe. Du verzeihſt ja mir.

(Es ſchlägt Neun. Didier gibt Allen ein Zei⸗ chen zu ſchweigen. Marion horcht ſchau⸗ dernd auf die Schläge. Als es ausgeſchla gen hat, ſtützt ſich Didier auf Saverny.) Saverny(zum Volk.)

Ihr Alle, die Ihr kamt, um uns zu ſeh'n Auf dieſem Gange, wenn von uns man redet, Bezeugt, daß, ohne zu erbleichen, wir,

Wir Beide dieſe Glocke ſchlagen hörten,

Die uns die Ewigkeit geſchlagen hat.

(Ein Kanonenſchuß wird an der Pforte gelöſt. Der ſchwarze Vorhang, der die Lücke in der Mauer bedeckte, fällt. Die rieſenhafte

Sänfte des Cardinals erſcheint, von vier⸗ undzwanzig Garden getragen, und von