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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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dreißig andern, welche Fackeln und Helle⸗ barden halten, umgeben. Die Sänfte iſt ſcharlachroth und mit dem Wapven des Hau⸗ ſes Richelieu geziert; die Vorhänge in dem⸗ ſelben ſind zugezogen. Sie wird langſam in den Hintergrund getragen. Unruhe in der Menge.)

Marion(cchleppt ſich auf den Händen bis an die Sänfte

und ringt die Arme.)

Im Namen Eures Chriſtus, Eures Stammes,

Fleh' ich für ſie um Gnade. 6

(Eine Stimme aus der Sänfte.)

Keine Gnade!

(Marion ſinkt zu Boden. Die Sänfte zieht vorüber. Das Gefolge der beiden Ver⸗ urtheilten ſetzt ſich in Bewegung und ver⸗ läßt die Bühne. Die Menge folgt mit großem Geräuſch.)

Marion aallein. Sie richtet ſich halb auf und ſchleppt ſich, um ſich blickend, auf den Händen fort.) Was ſprach er, was? Wo ſind ſie? Didier? Nichts mehr nichts hier das Volk! War es 3 ein Traum? Ergriff mich Wahnſinn denn?

(Das Volk ſtrömt zurück. Die Sänfte zeigt ſich wieder im Hintergrunde, auf der Seite, wo ſie verſchwand. Marion ſteht auf und ſtößt einen entſetzlichen Schrei aus.)

Er kehrt!