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Durch mich und du beweinſt noch meinen Tod. Daß ich dich elend machte— o das gibt Mir ſchwere Reue.— Ach, laſſ' mir ſie nicht, Marie— laſſ' mir ſie nicht— verzeihe mir! Marion. Ach! Didier. Lege deine Hand auf meine Stirn Und ſprich ein Wort, ich bitte dich darum, Doch iſt dein Herz zu voll, kannſt du nicht reden— Gib mir ein Zeichen.— Ich bedarf des Troſtes— Ich muß jetzt ſterben.— (Marion legt ihm die Hände auf die Stirn. Er ſteht auf, umarmt ſie innig und ſagt
mit einem Lächeln himmliſcher Freude zu den Andern.)
Vorwärts, meine Herrn!
Marion(ttürzt ſich wild zwiſchen ihn und die Soldaten.) Nein, Wahnſinn iſt es, wenn man glaubt, es ſei So leicht, ihn zu ermorden.— Man vergißt, Daß ich zugegen. Schonet uns, Ihr Herrn! Wie ſoll ich mit Euch reden? Auf den Knieen? Hier kniee ich! Wenn noch in Eurer Seele Sich etwas regt, das eines Weibes Stimme Erzittern macht, wenn Gott Euch nicht verfluchte, So tödtet mir ihn nicht.(Zu den Zuſchauern.)
Ihr aber, Ihr, Wenn heute Abend Ihr zu Hauſe kehrt,


