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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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Im rechten Lichte. Haſt du mich betrogen, Geſchah es nur aus übergroßer Liebe!

und deinen Fall, haſt du ihn nicht gebüßt? Vielleicht hat deine Mutter dich vergeſſen,

Wie mich die meine. Armes Kind, ganz jung Hat deine Unſchuld man vielleicht verkauft. Blick auf getroſt. Und Ihr, Ihr Alle hört In ſolchen Stunden ſchwindet uns die Erde

Gleich einem Schatten und der Mund ſpricht wahr. In dieſem Augenblick! hoch vom Schaffot Es gibt nichts Höheres, wenn der Unſchuldge

Dort ſtirbt. Marie du Engel aus dem Himmel, Den nur die Erde hat befleckt. O du,

Du, meine Vielgeliebte, meine Gattin,

Marie! höre mich! Im Namen Gottes,

Zu dem der Tod mich bringt, verzeih' ich dir. Marion(unter heißen Thränen.) Allmächtiger!

Didier. Jetzt kommt an dich die Reihe. (Er kniet vor ihr nieder.) Verzeihe du mir. Marion. Didier! Didier(noch immer knieend.) Vergieb mir, Denn ich war ſchlecht. Gott trifft dich und betrübt dich