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Ich liebte ſie zu ſehr.— Es iſt unmöglich, Sie ſo zu laſſen!— Es iſt gar zu ſchwer, Eiskalt zu bleiben, wenn das Herz uns brach⸗ Komm', komm' in meine Arme. (Er drückt ſie convulſiviſch an ſich.) Ich muß ſterben. Ich liebe dich, und, es dir hier zu ſagen, Iſt jetzt mein höchſtes Glück. Marion. O Didier! (Er umarmt ſie ungeſtüm von Neuem.) Didier. Komm', armes Weib! O ſaget mir, Ihr Alle, Gäb's Einen unter Euch, der ſich geweigert, In ſolchem Augenblick ſie zu umarmen, Die ſich ihm immer, ſich ihm ganz ergab? Ich hatte Unrecht.— Wollt Ihr denn, Ihr Herrn, Daß ohne Mitleid und Verzeihung ich Vor Ihren Augen ſterbe?— Komm'! komm her, Laß mich dir ſagen— unter allen Frauen — und Jeder billigt das aus Grund der Seele, Wer hier zugegen iſt— die, die ich liebe, Der meine Treue bleibt,— die ich verehre, Du biſt es, du! denn du warſt gut und ſanft, Du liebteſt mich,— du wareſt mir ergeben.— Nun, höre mich!— mein Leben iſt zu Ende,— Ich ſterbe— und der Tod zeigt Alles uns


