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Didier(tritt vor, er gibt ihm die Feder.) Hier, Ihren Namen!
Marion(ſcch die Augen verhüllend.) Gott, wie gräßlich!
Didier(unterzeichnend.) Nie unterzeichnet' ich mit größ'rer Luſt. (Die Wachen bilden ein Spalier und ziehen Beide mit fort.) Saverny(zu Einem in der Menge.) So macht doch Platz, das Kind kann ja nichts ſehen! Didier(zu Saverny.) Um meinetwillen thuſt du dieſen Gang, Umarme mich!— Marion(auf ihn zueilend.) Und mich umarmſt du nicht? Didier, umarme mich! Didier(auf Saverny deutend.). Er iſt mein Freund. Marion(die Hände zuſammenſchlagend.) O Gott! wie marterſt du mich armes Weib, Das auf den Knieen, vor dem Könige, Wie vor dem Richter, unaufhörlich lag, Und ſie um Gnade bat für dich,— ich flehe Dich jetzt um Gnade an für mich— für mich! Didier (ſtürzt keuchend auf Marion zu und bricht in Thränen aus.) Nein! nein! mir bricht das Herz! es iſt abſcheulich!


