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Was kümmert's mich dann, ob das falſche Loth, Das Eure feile Wage ſchwanker macht, Sei Weiberehre oder Manneshaupt? (Zu Marion.) Geh' hin zu ihm.
Marion.
Behandle mich nicht ſo!
Von dir verachtet, ſchrittlings fortgetrieben, Erzitt're ich,— ein Wort noch und ich ſterbe! Wenn jemals Liebe glühend ſtark und wahr, Wenn je ein Mann vor Allen ward geliebt, So ward'ſt du es von mir.
Didier.
Ha, ſchweigen Sie!
Ich hätte auch— als Weib geboren werden, Zu meinem Schaden— können— hätte auch Gleich einer Andern können ſchändlich ſein, Dem Erſten, Beſten, für ſein Gold verkaufen, Wie er ſie wollte, zarte, warme Liebe.— Doch' wär ein braver Mann zu mir gekommen, Zu mir, der Guten und Gefälligen,
Ein Mann, entzückt von unvernünft'’ger Ehre,—
Hätt' ich, zufällig, im Vorübergeh'n Ein Herz getroffen, noch der Täuſchung voll;— Ehy ich nicht dieſem wacker'n Mann geſagt,
„Das bin ich,“— eh' ich freundlich ihn behandelt,
Ihn von mir ſelber nicht benachrichtigt, Daß meine reinen, keuſchen Augen lögen; Eh' ich ſo hinterliſtig, falſch und ſchlecht,—


