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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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Und Alles iſt mit dir mir ſüß; mein Didier, Flucht oder das Schaffot! Er ſtößt mich von ſich! O, laß mir deine Hand, dir iſt das gleich, Mein Haupt auf deinem Knie thut dir nicht weh. Ich bin hieher gelaufen, bin ermüdet. Was würden Jene ſagen, die mich einſt So heiter kannten, ſo zufrieden, ſäh'n ſie Jetzt hier mich weinen? That ich dir etwas? O ſag' es mir! zu deinen Füßen dulde Das arme Weib. Es ſchmerzt mich ſehr, mein Freund, Daß ich kein Wörtchen dir entlocken kann. Man ſagt, was Einem fehlt. Nicht? tödte mich Vielmehr. Sieh', meine Thränen ſind verſiegt. Ich will dir lächeln, will, daß du mir lächelſt, Und lachſt du nicht, ſo lieb' ich dich nicht mehr. Ich that gar lange Zeit, was du gewollt, Jetzt kommt an dich die Reihe. In den Feſſeln Ward deine Seele bitter. Sprich mit mir, Komm,, rede, ſprich doch, nenne mich, Marie!... Didier. Marie oder Marion? Marion(Entſetzt, nieberſinkend.) Didier! Sei gnädig! Didier(mit furchtbarer Stimme.) Hier tritt man ſo leicht nicht ein,