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Waſſer plumpen; dann geht eilig Eures Weges, fort!— Uebrigens aber Bälle, Feſte, Fackelglanz, Muſik, Gon⸗ deln, Theater, ein fünf Monden langes Carneval,— das iſt Venedig! Ihr, Tisbe, meine holde Schauſpiele⸗ rin, kennt nur dieſes letztre Profil, ich, der Senator kenne das andre.— Seht! in jedem Pallaſt, in dem des Dogen, in meinem eignen, gibt es einen heimlichen Gang, den der Bewohner ſelbſt nicht kennt, den Verräther aller Säale, Kammern und Alcoven,— gibt es einen dunklen Corridor, deſſen Pforten andre als Ihr kennen, und von dem Ihr wohl fühlt, daß er Euch rings um⸗ zingelt, aber nicht recht wißt, wo er iſt, einen Minen⸗ gang, worin ohne Unterlaß Unbekannte ab⸗ und zuſchlei⸗ chen, die irgend etwas im Schilde führen. Und dann die perſönliche Rache, die vielfach ſich in alles dieß mengt, und in jenem Dunkel wandelt! Oft richt' ich mich bei Nacht plötzlich auf, horche und höre Schritte in der Wand. Seht Ihr, Tisbe, unter welchem Druck ich lebe. Ich ſteh' über Padua, aber dieß Etwas ſteht über mir. Ich habe den Auftrag, Padua in Zaum zu zu halten, ich muß aus Gehorſam ſchrecklich ſein, ich herrſche nur unter der Bedingung, daß ich tyranniſire. O bittet mich, der ich Euch nichts abzuſchlagen wüßte, nie irgend um Gnade;— Ihr würdet mich verderben. Zu ſtrafen hab' ich ſchrankenloſe Gewalt, zu verzeihen— keine. Ja! ſo iſt's! Paduas Tyrann iſt Venedigs Sklave! Ich bin tüchtig bewacht.— Geht. Oh, dieſer Rath der


