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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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theuer und will dem, der mir die Frau, die ich ſuche, auffindet, zehntauſend Goldzechinen geben. Nun, ſeht, das war die Sache, in welcher ich ſo eben zwiſchen zwei Thüren mit Virgilio Tasco, Eurem Häſcherhauptmann ſprach. Seid Ihr jetzt beruhigt?

Angelo. Zehn tauſend Goldzechinen! Aber was gäbt Ihr erſt der Frau ſelbſt, wenn Ihr ſie wieder⸗ fändet?

Tisbe. Mein Leben, wenn ſie's will!

Angelo. Doch woran würdet Ihr ſie erkennen?

Tisbe. An dem Cruzifixe meiner Mutter.

Angelo. Pah! Sie wird es verloren haben.

Tisbe. Oh, nein! Was man auf ſolche Weiſe bekam, verliert man nicht!

Angelo(Homodei gewahr werdend). Signora, Sig⸗ nora! Hier iſt ein Mann! Wißt Ihr, daß ein Mann hier iſt? Was iſt das für ein Menſch?

Tisbe(lachend). Ei ja, lieber Gott, ja, ich weiß, daß ein Mann hier iſt, und daß er obendrein ſchläft und zwar einen geſunden Schlaf! Laßt Ihr Euch nicht auch von dieſem verſcheuchen? Es iſt mein armer Ho⸗ modei.

Angelo. Homodei?! was ſoll das heißen, Ho⸗ modei?

Tisbe. Nichts, Monſignor, als daß dieſer Homo⸗ dei dort ſo gut ein Mann iſt, als Tisbe hier ein Weib. Homodei, mein Gebieter, iſt ein Guitarrenſpieler, den