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Stadt überglücklich iſt, Euch zu beſitzen, daß ganz Ita⸗ lien Euch bewundert und dieſe Paduaner beneidet, die Ihr ſo bedauert? O mich ärgert dieſe ganze Menge, die Euch Beifall zujauchzt; ich ſterbe vor Eiferſucht, wenn ich Euch anblicke, Euch, die Ihr für ſo viele Augen ſchön ſeid. O Tisbe!— Wer war jener Mann in der Maske, mit dem Ihr dieſen Abend zwiſchen zwei Thü⸗ ren ſpracht?
Tisbe.„Verzeiht, Tisbe! ich werde Euch keine Fragen mehr ſtellen!“— Vortrefflich!— Jener Mann, Monſignor, war Virgilio Tasca...
Angelo. Nein Lieutenant?
Tisbe. Ja, Euer Sbirre.
Angelo. Und was hattet Ihr mit ihm?
Tisbe. Ihr wäret artig angeführt, wenn es mir nicht beliebte, darauf zu antworten.
Angelo. Tisbe!....
Tishe. Nicht doch!— ich bin ja gutmüthig; hier habt Ihr die Geſchichte. Ihr wißt doch, wer ich bin? Nichts, ein Kind des Volkes, eine Schauſpielerin, ein Ding, das Ihr heute liebkoſet und morgen vernich⸗ ten werdet;—— alles zum Spiel! Nun gut, ſo wenig ich bin,— ich hatte eine Mutter! Wißt Ihr, was es heißt, eine Mutter zu haben? Hattet Ihr auch eine? Wißt Ihr, was es heißt, ein Kind, ein armes Kind zu ſein, ſchwach, nackt, elend, hungrig, allein auf der Welt, und zu fühlen, daß Ihr um Euch, dicht an Euch,


