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Angelo, Tyrann von Padua. Marion de Lorme / [Victor Hugo]. Dt. von Eduard Duller ...
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Eure Geliebte, für Eure allgewaltige Maitreſſe, aber ich bin es nicht, ich denke: Ihr wißt es wohl.

Angelo. Dieß Feſt iſt prächtig, Signora.

Tisbe. Ich bin nichts als eine arme Schauſpiele⸗ rin; man erlaubt mir Senatoren Feſte zu geben; ich bemühe mich, unſern Gebieter zu erheitern, aber es will mir heute nicht gelingen. Euer Antlitz iſt düſterer, als das Schwarz meiner Maske. Ich habe Lampen und Fakeln gut verſchwenden, auf Eurer Stirne bleibt der Schatten. Was ich Euch in Muſik gebe, gebt Ihr mir nicht in Fröhlichkeit zurück, Signor! Ei, lacht doch ein wenig. 3

Angelo. Ja, ich lache ſchon. Sagtet Ihr mir nicht; daß jener junge Mann, der mit Euch in Padua

ankam, Euer Bruder ſei?

Tisbe. Ja. Nun?

Angelo. Ihr ſprachet eben mit ihm. Wer iſt doch jener andere, der bei ihm war?

Tisbe. Sein Freund, Anafeſto Galeofa aus Vi⸗ cenza.

Angelo. Und wie heißt Euer Bruder?

Tisbe. Rodolfo, Monſignor! Rodolfo. Ich erläuterte Euch dies alles ſchon zwanzigmal. Habt Ihr mir nichts Angenehmeres zu ſagen? 1

Angelo. Verzeiht, Tisbe, ich werde Euch keine Fragen mehr ſtellen. Wißt Ihr, daß Ihr geſtern die Rosmonda bewundernswerth lieblich ſpieltet, daß dieſe

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