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Der letzte Tag eines Verurteilten. Mirabeau. Voltaire, Walter Scott, de La Mennais, Lord Byron / [Victor Hugo]. Übers. von W. Wagner ...
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Candide an. Ein großer Irrthum! es iſt ein unge⸗ heuerer Unterſchied zwiſchen dem Spott Byron's und dem Voltaire's. Voltaire hat nie Leiden gehabt.

Es würde hier der Ort ſein, über das ſo vielfach gefolterte Leben des edlen Dichters Einiges hinzuzufügen; aber da wir ſo wenig von den wirklichen Urſachen der häuslichen Unfälle, die Byron's Charakter erbitterten, unterrichtet ſind, ſo ziehen wir es vor, hierüber Still⸗ ſchweigen zu beobachten, aus Furcht, unſere Feder möge ſich wider unſeren Willen verirren. Indem wir Lord Byron nur aus ſeinen Gedichten kennen, iſt es für uns ſüß, ſein Leben nach ſeiner Seele und ſeinem Genie zu beurtheilen. Wie alle bevorzugte Menſchen, iſt er ſicher der Verläumdung ausgeſetzt geweſen. Nur ihr ſchreiben wir die beleidigenden Gerüchte zu, die ſo lange Zeit über den berühmten Dichter im Umlauf waren. Uebrigens wird diejenige, welche ſein Unrecht beleidigt hat, ohne Zweifel zuerſt bei der Nachricht von ſeinem Tode jede Unbill vergeſſen haben. Wir wollen hoffen, daß ſie ihm verziehen hat; denn wir gehören denen an, die da glau⸗ ben, Haß und Rache ſeien nicht befugt, Steine auf ein Grab zu werfen.

Und auch wir wollen ihm ſeine Fehler, ſeine Irr⸗ thümer, ja ſogar jene Werke verzeihen, wo er von der doppelten Höhe ſeines Charakters und ſeines Talents herabzuſteigen ſchien; wir wollen ihm verzeihen, er iſ