— 262— wiſſer geiſtiger Hinſicht, der Schule des Verfaſſers der
„Ein großer Theil des Buchs iſt dazu beſtimmit, die Beſchäftigungen des Dichters während ſeiner Erziehungs⸗ zeit, zu verewigen. Es betrübt uns, von der Pſalmodie des Kollegs durch die Anführung folgender attiſcher Strophen einen ſchlechten Begriff zu geben.(Hier folgen die Strophen.) „Aber welches Urtheil man auch über die Dichtun⸗ gen des edlen Minderjährigen fällen möge, es ſcheint uns, wir müſſen dieſelben nehmen, wie ſie ſind, und uns damit begnügen; gewiß ſind es die letzten, die wir von ihm erhalten werden. Mag er reuſſiren oder nicht; es iſt kaum wahrſcheinlich, daß er ſich von Neuem herabläßt, Dichter zu werden. Nehmen wir alſo das Dargebotene mit Dank an. Mit welchem Recht ſollen wir die Em⸗ pfindlichen ſpielen, wir, die wir arme Teufel ſind. Es iſt ſchon zu viel Ehre für uns, ſo viel von einem Lord zu erhalten. Seien wir— wir wiederholen es— dank⸗ bar, und fügen wir mit dem guten Sancho hinzu: Gott ſegne denjenigen, der uns etwas gibt; wir wollen einem geſchenkten Gaul nichts in's Maul ſehen.“ Lord Byron würdigte dieſen miſerablen Plunder von Gemeinplätzen, das ewige Thema, welches die neidiſche Mittelmäßigkeit unaufhörlich gegen das Genie anwen⸗ det, ſeiner Rache. Die Mitarbeiter der Revue von Edimburg wurden von ſeinen ſatyriſchen Geißelhieben gezwungen, ſein Talent anzuerkennen. Dieſes Beiſpiel ſcheint der Nachahmung werth; wir würden indeß be⸗. kennen, daß wir Lord Byron lieber, in Betreff jener, ein verachtendes Stillſchweigen hätten beobachten ſehen. Wenn ihn auch nicht ſein Intereſſe dieſen Rath ertheilt haben würde, ſo hätte wenigſtens ſeine ſchriftſtelleriſche Würde ſolches thun ſollen
.


