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Der letzte Tag eines Verurteilten. Mirabeau. Voltaire, Walter Scott, de La Mennais, Lord Byron / [Victor Hugo]. Übers. von W. Wagner ...
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des wieder in's Leben gerufenen entſprochen. Die Stimme des einen klingt wie Schwanenſang in der Todes⸗ ſtunde; die des andern iſt wie der Sang des aus ſeiner Aſche erſtandenen Phönix.

Wegen der düſteren Stimmung ſeines Genius, we⸗ gen des Stolzes ſeines Charakters, wegen der Stürme ſeines Lebens iſt Lord Byron das Vorbild der Dicht⸗ weiſe, deren Dichter er geweſen iſt. Alle ſeine Werke haben das ſchärfſte Gepräge ſeiner Individualität. Es iſt ſtets eine melancholiſche und ſtolze Figur, welche der Leſer in jeder Dichtung, wie hinter einem Trauerflor, vorüberſchweben ſieht. Häufig, wie ſolches bei allen tiefen Denkern der Fall iſt, in unbeſtimmter und finſterer Hal⸗ tung auftretend, hat Byron Worte, welche ganz und gar von einer Seele zeugen, Seufzer, welche ein Daſein vergewiſſern. Sein Herz ſcheint ſich bei jedem Gedanken, der daraus nach Art eines Vulkans, der Blitze ſchleu⸗ dert hervorſchießt, zu öffnen. Schmerz, Freude, Lei⸗ denſchaften haben nichts Geheimnißvolles für ihn, und wenn er die Wirklichkeit nur durch einen Schleier ſehen läßt, ſo enthüllt er die Idealität deutlich und klar. Man kann ihm den Vorwurf machen, er vernachlaßige ſchlech⸗ terdings in ſeinen Gedichten die Ordnung; eine ſchwere Beſchuldigung, denn ein Gedicht, welchem die Ordnung fehlt, iſt ein Gebäude ohne Zimmerwerk, oder ein Ge⸗ mälde ohne Perſpektive. Eben ſo treibt er die lyriſche Verachtung der Uebergänge zu weit, und man möchte

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