die Schriftſteller, nach Art des Ariſtides, geächtet haben, fee, welche von allen Federn verworfen und von jeder Lyra angenommen worden iſt, ſie, welche, ungeachtet einer großen und berechneten Verfolgung, alle aufblühenden Talente in ihrer ſtürmiſchen Sphäre, gleich jenen Blumen, die nur an den dem Winde ausgeſetzten Orten wachſen, ſieht; ſie, die von allen gemißbilligt wird, die ohne Nachdenken urthei⸗ . len, und von Allen vertheidigt, die mit ihrer Seele den⸗ ken, mit ihrem Geiſte urtheilen und mit ihrem Herzen fühlen; dieſe Literatur hat nichts mit jener weichlichen und frechen Muſe gemein, die den Kardinal Dubois be⸗ ſang, der Pompadour ſchmeichelte und Jeanne d'Arc be⸗ ſchimpfte. Sie kümmert ſich weder um den Schmelz⸗ tigel der Atheiſten, noch um das Meſſer der Materia⸗ liſten. Sie entlehnt nicht dem Skepticismus jene bleierne Wagſchale, deren Intereſſe allein das Gleichgewicht auf⸗ hebt. Sie gebiert bei den Orgien keine Hymnen zu Ehren von Gemetzeln. Sie kennt weder die Schmei⸗ chelei, noch das Unrecht. Sie verführt nicht zur Lüge. Sich fern von Allem dem haltend, was nicht zum Ziele führt, ſchöpft ſie die Poeſte an der Quelle der Wahrheit. Ihre Phantaſte wird von dem Glauben befruchtet, Sie folgt den Fortſchritten der Zeit, aber bedächtig und ab⸗ gemeſſen. Ihr Charakter iſt ernſt, ihre Stimme melo⸗ diös und wohlklingend. Sie iſt, mit einem Worte, das, was der allgemeine Gedanke einer großen Nation, nach großen Truͤbſalen ſein muß: traurig, ſtolz und religiös.
Druckschrift
Der letzte Tag eines Verurteilten. Mirabeau. Voltaire, Walter Scott, de La Mennais, Lord Byron / [Victor Hugo]. Übers. von W. Wagner ...
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