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Der letzte Tag eines Verurteilten. Mirabeau. Voltaire, Walter Scott, de La Mennais, Lord Byron / [Victor Hugo]. Übers. von W. Wagner ...
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— XXIV—

Kleider, knebelte ihn feſt, ſchnallte ihn und— die Exe⸗ cutionen waren wieder im alten Gleiſe.— Dies ganze Bild iſt entſetzlich, aber es iſt wahr gezeichnet.

Ja, die unglücklichen Gefargenen hatten eine Friſt von ſechs Monaten genoſſen, und waren jetzt, nach ſo bitterer Enttäuſchung, nur um ſo mehr zu beklagen; die Friſt ward aufgehoben und dieſe menſchlichen Ge⸗ ſchöpfe wurden in den Rachen der Guillotine geworfen. Was konnte uns auch daran liegen, da unſer Leben ja nicht gefährdet war?

Es muß etwas Unerhörtes in dem Herzen eines Menſchen, eines elenden Dieners der Gerichts⸗Canzelei vorgegangen ſein, daß er ſich erheben und ſagen konnte: da jetzt keine Rede mehr von der Abſchaffung der To⸗ desſtrafe iſt, ſo wollen wir wieder einmal zur Guillo⸗ tine ſchreiten!

Wir müſſen geſtehen, daß die Hinrichtungen nie von ſo ſchamloſen Freveln begleitet waren, als ſeit dem Widerruf der Friſt des Juli⸗Monats, und daß die Ge⸗ ſchichte des Greve⸗Platzes nie ſo abſcheulich und ſo em⸗ pörend geweſen iſt. Der blutige Codex hat ſich auf ſchreckliche Weiſe erneuert, und die Erneuerer ſind dur ihre eigenen Werke beſtraft. Das iſt gut.