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ert; unbehaglich fühlte er ſich im warmen Sonnenſchein des Juli⸗Mondes, ſo wie ein Nachtvogel am hellen Tage; kaum wagte er noch zu athmen, verſtopfte ſich die Ohren und ſuchte ſich ganz vergeſſen zu machen; ſechs Monate lang ließ er ſich gar nicht ſehen, und gab kein Lebenszeichen von ſich. Allmählig aber kam er wie⸗ der ein wenig zu Muth; denn er hatte nach der Seite der Kammern hin die Ohren geſpitzt und ſeinen Na⸗ men nicht mehr nennen gehört, noch weniger jene gro⸗ ßen Redensarten, die ihn ſo ſehr erſchreckt hatten. Jetzt waren dieſe Herren ſchon mit andern und wichtigeren Dingen beſchäftigt, mit einem Vieinalweg, mit einer Subvention für die komiſche Oper, oder mit einem Aderlaß von hunderttauſend Franken auf ein apoplecti⸗ ſches Budjet von fünfzehn hundert Millionen. An den Kopfabſchneider dachte Niemand mehr. Und ſiehe da! er ward ruhig, guckte aus ſeinem Loch hervor und lugte nach allen Seiten; dann wagte er einen Schritt, und dann noch einen, wie die Maus in Lafontaines Fabeln, und endlich kroch er aus ſeinem Verſteck hervor; muthig ſprang er hinauf auf die Guillotine, beſſerte ſie aus, polirte ſie, ſchmeichelte ihr, ließ ſie ſpielen und ſeifte die Maſchine, die beinahe lahm geworden wäre, wieder ein; als dies gethan war, wendete er ſich um, faßte einen jener Gefangenen, die ihr Todesurtheil ſchon ver⸗ geſſen hatten, bei den Haaren und riß ihn aus ſeiner einſamen Zelle, zog ihn näher heran, nahm ihm die


