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Der letzte Tag eines Verurteilten. Mirabeau. Voltaire, Walter Scott, de La Mennais, Lord Byron / [Victor Hugo]. Übers. von W. Wagner ...
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Wir müſſen hier ein Paar Beiſpiele von der abſcheu⸗ lichen Ruchloſigkeit mehrerer Hinrichtungen citiren. Ei⸗ nigen Frauen von königlichen Procuratoren verurſacht dies vielleicht Nervenſchmerz— und die Frau iſt oft das Gewiſſen ihres Mannes.

Im ſüdlichen Frankreich fand man gegen Ende Sep⸗ tember vorigen Jahres,— der Ort und der Tag, ſo wie auch der Namen des Verurtheilten ſind uns nicht mehr im Gedächtniß, aber wir könnten nachſchlagen und alles auffinden, wenn man die Thatſachen etwa beſtrei⸗ ten wollte,— einen Mann im Gefängniß, wir glauben es war zu Pamiers, der eben ganz ruhig Karten ſpielte. Da zeigte man ihm an, daß er in zwei Stunden ſter⸗ ben müſſe. Ein heftiger Schrecken durchzuckte ihn; ſeit ſechs Monaten hatte man ihn vergeſſen, und hatte er des Todesurtheiles nicht mehr gedacht. Man ſcheert und knebelt ihn; er beichtet, und alsdann fährt man ihn auf einem Karren, umgeben von vier Gensdarmen, und von einer großen Volksmaſſe begleitet, nach dem Richt⸗ platze. Das Alles mag noch angehen; man macht das gewöhnlich ſo. Man kommt an's Schaffot und der Hen⸗ kersknecht nimmt dem Prieſter den Verbrecher ab, reißt ihn fort, bindet ihn auf's Fallbrett, ſchiebt ihn in den Backofen(wir bedienen uns hier des Gaunerwortes) und läßt dann das Hackmeſſer los. Der ſchwere eiſerne Triangle macht ſich mit Mühe los, fällt mit einem