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nommen, und pflegt überhaupt nicht Dinge, die er ganz nahe haben kann, aus der Ferne herzuholen. Auf dem Greve⸗Platz, da wo ihr Alle bekannt ſeid, wo ihr viel⸗ leicht eben ſo, wie er, gedacht und empfunden habt, da hat er geſchöpft. Ja, auf dem Greve⸗Platz hat er eines Dages im Vorübergehen dieſen Gedanken gefunden, der in einer Pfütze lag, unter den blutigen Splittern und Ueberbleibſeln der Guillotine. So geſchah es, und er nahm den blutigen Gedanken mit.—
Seit jenem Tage, ſo oft in Paris ein Menſch zum Tode verurtheilt ward und das hierzu gehörige Geſchrei der Volksmaſſe ſich vernehmen ließ, ſo oft der Autor die heulende Meute, welche die Zuſchauer nach dem Greve⸗Platze führte, unter ſeinen Fenſtern vorübertoben und wüthen hörte— ſo oft auch kam ihm dieſer ſchmerz⸗ liche Gedanke wieder in den Sinn, bemächtigte ſich ſeiner, erfüllte ſeine Phantaſie mit Gensdarmen, mit Henkern und Volksmaſſen. Der Autor folgte Stunde vor Stunde den Qualen des armen Verurtheilten; er dachte: Jetzt hört der Geiſtliche ſeine letzte Beichte,— jetzt ſchneidet man ihm die Haare ab,— jetzt bindet man ihm die Hände.— Während die Anderen ruhig ihre Ge⸗ ſchäfte forttrieben, mahnte ihn, den armen Poeten, die⸗ ſer Gedanke, trieb ihn an und drängte ihn und ſtieß ihn, riß ihm die Verſe aus dem Kopfe, wenn er eben im beſten Zuge war, und tödtete ſie im Entſtehen; dieſer


