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Der letzte Tag eines Verurteilten. Mirabeau. Voltaire, Walter Scott, de La Mennais, Lord Byron / [Victor Hugo]. Übers. von W. Wagner ...
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Criminalprozeſſe ſtehen muß; es handelt ſich um jene ernſte Frage, welche im Dunkeln ſich auf dem Grunde einer jeden causa capitalis bewegt, nur überhültt von Pathos, womit die blutige Redekunſt der königlichen Ge⸗ richtsbeamten ſie gerne bedeckt; es handelt ſich um Leben und Tod, und die Frage erſcheint und zeigt ſich in ihrer ganzen Blöße und Nacktheit, befreit von allen vielfach verſchlungenen Redensarten der Gerichtsſtube, endlich einmal keck hervortretend und in's rechte Licht geſetzt, ſo wie es ſein muß, ſo bis in den innerſten Kern und bis in die wahre Abſcheulichkeit, nicht vor dem Tribunal, ſondern auf dem Schaffot, nicht vor dem Richter, ſon⸗ dern bei dem Henkersknecht.

Das war es alſo, was der Verfaſſer gewollt hat, und wenn die nach uns Lebenden ihm den Ruhm zuge⸗ ſtehen würden, etwas dazu beigetragen zu haben, was er ſich aber kaum ſchmeichelt, ſo würde er mit dieſer Krone zufrieden ſein.

Er erklärt und wiederholt, daß er ſeinen Gegen⸗ ſtand vor allen Gerichtshöfen und vor allen Geſchwor⸗ nen, vor allen Geſetzbüchern und vor allen Richtern, und im Namen aller Angeklagten, ſeien ſie nun ſchuldig oder nicht, vertheidigt. An jeden Richter wendet ſich dieſes Buch; damit aber die Vertheidigung ſo allgemein und umfaſſend ſein möge, wie die Sache ſelbſt, ſo iſt gerade