kein Wolf, noch irgend ein anderes Thier durfte ſich auf den Hügeln ſehen laſſen, ſo ſchallte es ſchon in den Boo⸗ ten, vom Schnabel bis zum Ruder, wider:„voila les Sioux! voilà les Sioux!“(da ſind die Sioux). So oft es thunlich war, wurde das Lager auf einer Inſel, inmit⸗ ten des Fluſſes, aufgeſchlagen.
Am Norgen des letzten Mai, während die Reiſenden auf dem rechten ufer des Fluſſes frühſtückten, erhob ſich der gewöhnliche Tumult, aber dieſes Mal mit mehr Grund, denn zwei Indianer zeigten ſich wirklich auf einer Anhohe auf der entgegengeſetzten, oder nordöſtlichen Seite und riefen ſie mit lauter Stimme an. Da es unmöglich war, aus einer ſo großen Entfernung zu verſtehen, was ſie ſagten, ſetzte Hunt nach dem Frühſtücke mit Pierre Dorion, dem Dolmetſcher, über den Fluß und ſchritt kühn vor, ſich mit ihnen zu unterreden, während die Uebrigen in ſtummer Angſt und Beſorgniß auf die Bewegungen der beiden Theile acht gaben. Sobald Hunt an das Land ſtieß, verſchwand einer der Indianer hinter dem Hügel, kam bald darauf zu Pferd zurück und galloppirte über die Höhen davon. Hunt hatte eine Unterredung mit dem zurückgebliebenen Wilden und fuhr dann wieder über den Fluß zu ſeiner Geſellſchaft.
Es ergab ſich, daß die zwei Indianer Kundſchafter eines zahlreichen Kriegerzugs waren, der ungefähr eine Stunde weiter ſein Lager aufgeſchlagen hatte und zwei⸗ hundertachtzig Hütten, oder gegen ſechshundert Krieger von drei verſchiedenen Stämmen der Sioux zählte. Die


