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ernſten Förmlichkeit eröffnet zu werden, auf welche die Indianer ſehr viel halten. Der General⸗Gouverneur wurde um eine Audienz angegangen und die Zuſammen⸗ kunft fand mit dem gebührenden Pompe ſtatt; er ſaß in einem Armſtuhl, und die Indianer in einem Halbkreiſe vor ihm gereiht, ſetzten ſich auf den Boden und rauchten ſchweigend ihre Pfeifen. Reden wurden gehalten, Geſchenke ausgetauſcht und die ganze Verſammlung ging in der hei⸗ terſten und beſten Laune auseinander.
Nun begann ein lebhafter Verkehr mit den Kaufleu⸗ ten und ganz Montreal wimmelte von nackten Indianern, welche von Laden zu Laden liefen und um Waffen, Koch⸗ keſſel, Meſſer, Beile, Blankets, buntfarbige Tücher und andere Gegenſtände des Bedarfs oder der Mode feilſchten; worauf, nach einem alten franzöſiſchen Schriftſteller, die Kaufleute gewiß ſein konnten, daß ſie wenigſtens zwei⸗ hundert Procent gewonnen hatten. Von Geld war bei dieſem Handel nicht die Rede und etwas ſpäter wurde die Bezahlung in geiſtigen Getränken verboten, und zwar in Folge wilder und ſchrecklicher Exceſſe und blutiger Kämpfe, zu welchen ſie leicht Veranlaſſung gaben.
Wenn die Bedürfniſſe und Launen der Eingebornen befriedigt waren, nahmen ſie von dem Gouverneur Abſchied, ſchlugen ihre Zelte ab, ließen ihre Canoes in das Waſſer und ruderten den Ottawa hinauf, den Seen entgegen.
Eine neue und bisher noch unbekannte Menſchenklaſſe ging allmählig aus dieſem Verkehre hervor. Man nannte


