Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Einzelbild herunterladen

15

ſiecoureurs des bois oder Waldſchwärmer; urſprüng⸗ lich Leute, welche die Indianer bei ihren Jagdzügen begleitet und ſich mit den entfernten Jagdgründen und Stämmen bekannt gemacht hatten und die nun gewiſſermaßen reiſende Krämer der Wildniß wurden. Dieſe Männer pflegten in Canoes, welche mit Gütern, Waffen, Pulver und Blei wohl verſehen waren, von Montreal abzugehen und die ſich windenden und ſchlängelnden Ströme, welche die aus⸗ gedehnten Wälder der Kanadas durchſchneiden, hinauf zu ſchiffen, worauf ſie die Küſten der entlegenſten Seen beſuchten und die Eingebornen mit neuen Bedürfniſſen und neuen Sitten bekannt machten. Manchmal blieben ſie Monate lang bei ihnen und nahmen mit der glücklichen Leichtigkeit des franzöſiſchen Charakters ihre Sitten und Gebräuche an; ſie kleideten ſich faſt ganz nach indianiſcher Weiſe und nahmen nicht ſelten indianiſche Weiber.

Oft verfloſſen zehn, zwölf, achtzehn Monate, ohne daß man das Geringſte von ihnen hörte, und dann kamen ſie plötzlich in voller Freude den Ottawa herab, und ihre Canoes waren ſchwer mit Päcken von Biberfellen beladen. Jetzt war die Zeit der Luſtgelage und der Ausſchweifungen für ſie gekommen.Ihr würdet geſtaunt haben, ſagt ein alter, bereits angeführter franzöſiſcher Schriftſteller, wenn Ihr geſehen hättet, wie ſittenlos dieſe Händler bei ihrer Rückkehr ſind; wie ſie ſchmauſen und ſpielen und wie verſchwenderiſch ſie ſich nicht nur in ihren Kleidern, ſondern auch in Bezug auf ihre Huldinnen benehmen.